Jedes Jahr verdient ein Motto

Mein Jahresmotto für 2026 würde es nicht geben, wenn ich nicht bereits für die letzten Jahre eins gewählt hätte. Es steht in einer aufeinander aufbauenden Reihe. Deshalb erzähle ich hier auch die Vorgeschichte mit.

Es begann im Dezember 2023

Beim Jahresrückblick auf das Jahr 2023 und Überlegungen, was mir für das beginnende Jahr 2024 wichtig ist, ploppte die Idee erstmalig auf:

Wie wäre es mit einem Motto für das kommende Jahr?

Diese Anregung begegnete mir in Anleitungen zu den Rauhnächten und führte zu einem sehr konzentrierten Blick auf das, was ich im Neuen Jahr neu beginnen oder ändern wollte.

Schnell war der Fokus und damit auch das Motto gefunden:

2024: Schöpferin und Gestalterin meines Lebens

gebastelter Engel aus Weihnachtskugel und Notenpapier mit dem Jahresmotto 2024

Raus aus der Opferhaltung

Das war mir das Wichtigste. Ich hatte genug davon, zu jammern, zu bedauern, das Unangenehme immer wieder zu durchdenken, über Verantwortung der anderen nachzusinnen und mich als Opfer der Umstände zu betrachten.

Meine eigene Verantwortung ernst nehmen, Spielräume nutzen, neuen Ideen den Weg ebnen, Lösungsversuche starten, bevor ein 5-Jahres-Plan dafür erstellt ist – das sollte in den Vordergrund rücken.

Ein wichtiger Perspektivenwechsel, denn für 2024 stand unter anderem der Renteneinstieg im Kalender. Und das bot jede Menge Gestaltungsspielraum.

Ein Motto braucht Sichtbarkeit

Den Engel bastelte mir vor einigen Jahren eine gute Freundin aus einer Weihnachtskugel und einem Notenblatt – und anderen Zutaten.
Er hängt an der Gardinenstange im Arbeitszimmer und hütet nun mein Jahresmotto.
Jeder Blick zum Fenster, in den Garten, streift den Engel und die Worte.
Eine bessere Erinnerung kann es nicht geben.

Zusätzlich pinne ich Klebezettel an die Türen, lege digitale Post-Its auf dem Desktop ab und spreche mit Menschen über mein Vorhaben.
Das alles zusammen wirkt. Mein Jammern ist im Laufe des Jahres 2024 deutlich geschrumpft, ich bin schneller ins Handeln und die kreative Lösungssuche gegangen.
gebastelter Engel aus Weihnachtskugel und Notenpapier

Was gut läuft, verdient Wiederholung

Am Ende des Jahres stehen wieder ein Rückblick und die Frage nach einem neuen Fokus für das kommende Jahr 2025 an.
Die Sperr- und Rauhnächte tun ihr Werk zuverlässig, das nächste Motto wird geboren.

2025: Erfüllung und Weisheit leben

Manchmal fällt die Auswahl schwer

Für 2025 zeigen sich mehrere Ziel-Aspekte und ich will mich nicht zu einer Entscheidung zwingen. So darf alles auf den Motto-Zettel in die Obhut des Engels gegeben werden.

In den ersten Monaten des Jahres kristallisiert sich dann der Schwerpunkt heraus: Erfüllung und Weisheit leben.
Ich entscheide mich, Vorträge vor Ort anzubieten und als Coach sichtbarer zu werden, indem ich Werbeflyer entwerfe und in Praxen und Supermärkten auslege .

Meine theologischen Wurzeln zeigen

Passend zum neuen Motto wird der Begriff der SeelenFürsorgerin geboren und ich wage es, einige Blogbeiträge zu Glaubensthemen zu schreiben.

Das Motto wirkt als Wegweiser und Mutmacher! Ein ganzes Jahr lang.

Eine lieb gewonnene Tradition

So fühlt es sich an, als ich ein Jahr später in den Sperr- und Rauhnächten des Jahreswechsels 2025/2026 zurückblicke und nach vorne schaue.

Bereits sehr früh im Prozess taucht das Wort auf … es rollt mir förmlich vor die Füße.

Kein Wunder, enthält es doch so viel “O” und “L” – damit rollt es sich gut.
So kommt es zu mir – das Wohlwollen.
Ein Wort, das uralt klingt, wie aus einer anderen Zeit, das fremd wirkt inmitten von Optimierung, Perfektion und Effizienzsteigerung,
das untergeht zwischen Zieldefinitionen, Challenges, Eisbaden und Jahresplanung.

Es gefällt mir aber – vielleicht sogar gerade deshalb?
Es klingt so schön rund und voll, weich, wie zum Ankuscheln.
Keine Kanten, Spitzen, Anforderungen, Appelle,
Ein Wort zum Gernhaben.

Da beschließe ich, es noch ein bisschen näher kennenzulernen, klappe ihm die Couch auf und lege die Kuscheldecke bereit.

Beim gemütlichen Plausch auf der Couch erzählte mir das Wohlwollen dann, was in ihm steckt und warum es sich so gut als Jahresmotto eignet.

2026: Wohlwollen für Frieden und Zufriedenheit

Wohlwollende Begegnungen mit anderen stiften Frieden

Wenn es gelingt,
– anderen unvoreingenommen zu begegnen,
– ihnen Vorschuss-Vertrauen zu gewähren,
– grundsätzlich von einer guten Absicht auszugehen
– und immer von der Möglichkeit, gemeinsam gute Lösungen für Konflikte zu finden,
dann entsteht Raum für kreative Ideen, für gegenseitige Unterstützung und für Frieden,
weil Streit keinen Anknüpfungspunkt mehr findet.

Begegne ich mir selbst wohlwollend, dann werde ich zufriedener

Mit mir selbst verbringe ich mein gesamtes Leben, daran führt kein Weg vorbei.
Ich kann mir nicht aus dem Weg gehen und deshalb ist es zermürbend, wenn ich mit mir selbst im Streit lebe.

Selbstvorwürfe und mangelnde Selbstakzeptanz verhindern Lebensfreude und Leichtigkeit.

Mit einem wohlwollenden Blick auf mich selbst schauen, meine Stärken und Schwächen realistisch sehen und dieses einzigartige zauberhafte Wesen, das ich bin, liebevoll behandeln, wertschätzend und warmherzig – das ermöglicht Zufriedenheit.

Nur auf dieser Basis ist auch Frieden mit andern möglich.
Und nichts brauchen wir nötiger als Frieden – in diesem Jahr 2026!

Der Motto-Engel hält sie alle zusammen

Ich habe sie alle im Blick, wenn ich aus dem Fenster sehe – jeden Tag.
Untrennbar miteinander verbunden sind sie – meine Mottos vergangener und des aktuellen Jahres.

Der Weg zur Gestalterin ermöglichte mir den Blickwinkel auf meine Wurzeln und ermutigte mich zu den nächsten Schritten.
Auf dieser Basis kann nun das Wohlwollen Fuß fassen.

In 10 Monaten werde ich wieder ein paar Etappen weiter sein und bereit für das nächste Motto.

Ich bin gespannt, wie es lauten wird!

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