Sternminuten im Advent 2025

ein wachsender Blogbeitrag
auf Basis der Sternminuten 2025
Tages-Impulse von Susanne Niemeyer zum Advent

26. Dezember
Das Märchen vom Zahnrädchen in der Keksbackmaschine

Es war einmal ein kleines Zahnrädchen,
das tat schon ziemlich lange in einer Keksbackmaschine seinen Dienst. Jedes Jahr kurz vor Silvester wurde die Maschine aus dem Lager der Bäckerei geholt, damit Hufeisen, Schornsteinfeger und Glücksklee gebacken werden konnten. Das Rezept wurde schon seit fast 100 Jahren in der Familie gehütet und die Maschine war die letzte ihrer Art in ganz Europa.

Das kleine Zahnrädchen freute sich zwar auf seinen Einsatz, aber irgendwie war es auch ein bisschen traurig. Es hatte im letzten Jahr ein Gespräch zwischen zwei der großen Zahnräder mitgehört. Sie fühlten sich sehr wichtig und hatten unfreundlich von den kleinen Mini-Rädchen gesprochen, die doch ziemlich unwichtig waren. Da waren ein paar kleine Tränchen über seine Zähnchen geflossen.

Die Spuren dieser Tränen hatten sich förmlich eingefressen – irgendwie war das Zahnrädchen außen ein bisschen rauher geworden. Auch die Farbe war nicht mehr einfach dunkelgrau, sondern hier und da zeigten sich ein paar rotbraune Flecken.

Der Bäcker kam und wollte einen ersten Probelauf starten und drehte versuchsweise an der großen Kurbel. Doch es passierte – nichts. Es knirschte und knackte ein wenig rund um das kleine traurige Zahnrädchen herum – aber soviel Mühe sich die großen Räder auch gaben – es klemmte im System.


Wie das Märchen weitergeht?
Ich weiß es nicht – Du kannst ja selbst einen Schluss dafür schreiben.

Warum ich ein unfertiges Märchen schreibe?
Hast du nicht auch schon mal gedacht, “ach ich bin doch nur ein kleines Rädchen im Getriebe”? Ich sah neulich im Fernsehen einen Bericht über eine Maschine, die nicht mehr genutzt werden konnte, weil eines ihrer Zahnräder verrostet war. Man konnte ins Innere schauen und dort das gesamte Getriebe mit bestimmt zehn oder sogar zwanzig Zahnrädern sehen. Alle waren wundervoll intakt, bis auf dieses eine kleine rostige Zahnrädchen. Und weil dieses Zahnrädchen verrostet war, blockierte es den gesamten Ablauf.

Da fiel mir der Spruch vom kleinen Rädchen im Getriebe ein, auf das es nicht ankomme, und mir wurde klar, dass wir uns damit unsere eigene Größe klein reden, unsere Macht unterschätzen und steckenbleiben in dem Gefühl, keinen Einfluss aufs große Weltgeschehen zu haben.

Und das stimmt eben nicht.
Es ist nämlich doch wichtig und hat Wirkung, ob Du immer weiter all das tust oder lässt wie bisher. Oder ob Du sagst, ich mache jetzt mal Pause, ob du sagst, mit mir geht es aber so jetzt nicht weiter, ob du sagst, nein, da mache ich nicht mit.

Du bist das kleine Rädchen, welches das Gesamtgetriebe beeinflusst. Es ruckelt, stockt, es geht langsamer. Dein Protest, oder dein Aussteigen oder dein Anders-Machen hat eine Wirkung.

Vergiss das nicht, mach dich nicht kleiner als Du bist!

24. Dezember
Was für ein Traum!

Pippi Langstrumpf sitzt am Strand, schaut aufs Meer, in die Weite und denkt an – nichts. Ja, das geht tatsächlich. Denn es ist eben genau „nichts“ zu tun. Jetzt – und überhaupt. Keine offene Aufgabe, niemand der auf sie wartet, etwas von ihr erwartet.

Sie schaut auf den bunten, weichen Ball in ihren Händen. Spielerisch rollt sie ihn hin und her, betrachtet den Regenbogen, den seine Farben ergeben. Ein schönes Symbol für das, was sich in ihr ausgebreitet hat: Ruhe, tiefe innere Ruhe und Zufriedenheit. Vor einer Woche noch undenkbar – und heute wahr geworden.

Sie lacht laut auf. Pippilotta, die quirlige, laute, lustige, verrückte Frau mit Zöpfen, zwei verschiedenen Strümpfen und dem unerschütterlichen Glauben daran, dass alles möglich ist, kann es immer noch nicht ganz fassen. Sie hat es geschafft, hat den Ball ins Rollen gebracht und hunderte – ja, tausende – angesteckt mit ihrem Wunsch nach dem, was sich gerade an Weihnachten alle am meisten ersehnen.

Nun ist er da! In ihr hat es begonnen – mit diesem tiefen, ruhigen Gefühl, dass alles gut ist. Und hat sich in einer Geschwindigkeit auf die Menschen um sie herum verbreitet, die kein Virus je erreicht hat. Man kann es sehen: die Ruhe, die ein Strahlen auf die Gesichter zaubert. Sicherheit, Freude!

Ein Innehalten, ein Aufatmen, ein Besinnen – wie ein Ruck geht es durch die Menschen – und sie lassen los … ihren Zorn, ihren Ärger, ihre Sorgen, Frust, Enttäuschungen, Streit, Ansprüche, ihren ganzen, großen Kriegshunger.

Die vielen leuchtenden Augen bestätigen ihr: es ist wirklich wahr! Sie hat es geschafft! Sie hat die Welt verändert – für einen winzigen Moment ist sie heller geworden. Ein Anfang!

23. Dezember
Die Weihnachtsdusche

Es passierte vor vier Jahren an Heiligabend.
Bis dahin war sie eine ganz gewöhnliche Dusche aus dem Sanitärfachhandel. Ein niedrigpreisiges No-Name-Produkt, leicht zu bedienen, nüchternes Design und zuverlässig. Kein Schnickschnack.

Und dann, wie gesagt, vor vier Jahren, entdeckte die Dusche ein kleines glitzerndes Teilchen in den Haaren des Menschen, den sie gerade nass machte. Was war das? Wo kam das her?

Ratlos schaute sie genauer hin. Ein silbriges, rundes Etwas, schillernd in Regenbogenfarben. Und so plötzlich wie es gekommen war, war es auch schon wieder weg. Es wurde durchs Wasser heruntergespült, floss am Körper des Menschen entlang und verschwand im gurgelnden Abfluss.

Schade, dachte die Dusche. Und schaute noch mal ganz genau nach, ob vielleicht ein weiteres Glitzern zu sehen war. Nein, leider nicht. Nicht heute.

Als der Mensch am nächsten Tag wieder unter die Dusche zu Besuch kam, war sie von Anfang an hellwach. Bestimmt würde sie heute ein neues Glitzerteilchen sehen. Ganz besonders aufmerksam betrachtete sie ihren Gast, schaute hinter die Ohren und auf den Nacken, schickte ihre Wasserstrahlen besonders liebevoll an die Reinigungsarbeit …

… und schwupps, tatsächlich, da blinkte wieder etwas. Diesmal über dem linken Ohr. Wie schön. Und da war noch ein zweites Glitzern auf dem rechten Schulterblatt zu sehen.

Zwar verschwanden auch diese beiden Teilchen kurz darauf im Abfluss, aber die Dusche war darüber nicht mehr traurig. Sie stellte sich vor, dass die kleinen Glitzerteilchen jetzt ihren Glanz auf die Reise mitnahmen, ins Kanalnetz, ins Klärwerk, durch Flüsse bis ins Meer und dann verdunstend wieder in die Wolken, in den Regen, in den Wasserkreislauf.
 
Schließlich würden sie wieder bei ihr landen, und sie, die Dusche, würde den Glitzer wieder auf ihren Menschen fließen lassen. Ein schöner Gedanke, der sie fröhlich stimmte. Die Wasserstrahlen hüpften nun förmlich im Takt auf den Menschen.

Dieser stand wie jeden Tag unter der Dusche und fragte sich, ob diese Dusche wohl ein wenig merkwürdig geworden sei – so, als ob sie plötzlich denken und fühlen könne.

Er hatte gestern schon diesen Eindruck gehabt; keine Ahnung, was da los war. Das Duschen war jedenfalls noch ein bisschen angenehmer geworden, fühlte sich fast an wie zartes Streicheln und liebevolle Aufmerksamkeit, ja – wie eine Weihnachtsdusche.

Seit diesem Tag vor nunmehr vier Jahren glitzert es manchmal ganz unverhofft im Badezimmer des Menschen. Manchmal ist es eine Spiegelung der Lampe, ein andermal eine kleine Seifenblase, die auf der Haarseife gelandet ist.

Dann fühlt sich der Tag ein bisschen strahlender an – ein bisschen liebevoller – ein bisschen weihnachtlicher, manchmal sogar mitten im Sommer.

22. Dezember
Weise reisen weise

Reise weise
Mit leichtem Gepäck. Sei immer gut sortiert und gut vorbereitet. Nimm genügend Zeit mit und genug Wasser.

Reise weise
Mit wenig Erwartung; bringt wenig Enttäuschung. Spontan klappt besser; auf Fügung vertrauend.

Reise weise
Wähle klug den Tag und die Stunde, die Strecke, das Ziel und die Partner. Vor allem das Verkehrsmittel. Vielleicht ein Kamel?

Reise weise
Frage dich immer „wozu?“

Reise weise
Nutze Pausen und Power Naps, Kaffee und Franzbrötchen, Abkürzungen und Umwege.

Reise weise
Schau auf den Weg hinter dir mit Dank und Stolz. Freu dich aufs Kommende.
Es wird gut – irgendwann

21. Dezember
Lichter-Tanz in der Mittwinter-Nacht

Mittwinter-Nacht
In der dunkelsten Nacht strahlen die Sterne heller als sonst. Schließlich stört sie dann kein Licht von irgendwoher. Alles konzentriert sich auf glitzerndes, funkelndes Sternenlicht.

Ganz kurz blinkt ein einzelner Stern ganz besonders hell, dann ist der nächste dran. Sie reichen den Glitzer-Staffelstab immer weiter.
Kleine und große Sterne drehen sich gemeinsam im Mittwinter-Tanz. Eine Lichtwelle wiegt sich am Himmel hin und her. Wunder-voller Sternen-Tanz.

Wenn du in der dunkelsten Nacht des Jahres den Blick in den Himmel wagst, kannst du ihren Tanz sehen und mittanzen. Mit den Augen, den Händen, dem ganzen Körper oder auch ganz unauffällig in Gedanken.

Du sagst, bei dir ist gerade dichter Nebel – oder es sind Wolken am Himmel. Du siehst deshalb keine Sterne, keinen einzigen.
Na ja – die Sterne sind dennoch da – in deinem Fall besonders gut versteckt.

Wusstest du schon, dass für genau solche Fälle Kerzen erfunden wurden? Nicht umsonst tragen Weihnachtsbäume besonders viele davon in diesen dunkelsten Nächten des Jahres.
Jede Kerze ist wie ein Stern, hell leuchtend – oder auch manchmal ein bisschen unsicher flackernd.

Vielleicht steht bei dir in der Nähe ein Weihnachtsbaum mit Kerzen, vielleicht hat dieser Baum sogar einen Stern an der Spitze …

Du sagst, dass Du keinen Weihnachtsbaum hast, noch nicht einmal ein paar Kerzen. Dann brauchst du tatsächlich noch etwas mehr Phantasie. Stell dir vor, jeder Mensch ist ein Stern. Manche strahlen gerade besonders hell, andere glimmen nur ganz schwach. Aber alle strahlen – du auch!

Wir alle leuchten für einander.
Was für ein glitzernder funkelnder Mittwinter!

20. Dezember
Wunder-Kaffee

Immer dann, wenn nichts mehr geht, keine Kraft mehr da ist und keine Zeit, dann braucht es den Wunder-Kaffee.

Wunderlich daran ist, dass er bei minimaler Kalorienzufuhr maximalen Kraftzuwachs liefern kann oder die Uhr förmlich um Minuten oder sogar Stunden zurückdreht. Wobei das mit der Kalorienzufuhr natürlich nur auf die Rohform zutrifft…

Manch eine und manch einer benötigt individuelle Varianten. Milchkaffee oder Cappuccino, Espresso süß und heiß oder auf Eis, Mokka, Einspänner, Galao, mit Schuss oder … naja, du weißt schon.

Apropos, mein Wunder-Kaffee ist Milchkaffee, ganz ohne Schaum. Und du, hast du auch einen Wunder-Kaffee?

Wie, du hast zwar einen Lieblingskaffee, aber an Wunder glaubst du nicht? Fatal, das kannst du mir glauben.

Ich meine, sie passieren ja trotzdem, auch wenn du sie nicht bemerkst oder sie Zufall nennst oder Glück oder Schicksal, Fügung, Unterstützung, Hilfe, Geschenk.

Wunder haben so viele Namen.
Der einfachste ist „Mensch“.

Schau dich an, du bist ein Wunder. Deine Hand, dein Auge, dein Gehirn, alles voller Wunder.

Und wenn dann auch der Wunder-Kaffee dazukommt oder der Wunder-Tee, das Wunder-Wasser, …

was könnte daraus anderes entstehen als ein noch größeres Wunder?

19. Dezember
Maria und Joseph – fünfzig Jahre später

Maria und Josef saßen auf ihrer Bank vor dem Haus in Nazareth und betrachteten diesen besonders hellen Stern am Himmel.

Wie lange ist das jetzt her?“ fragte Maria „diese Nächte damals im Stall, als Jesus geboren wurde und alle möglichen Leute zu Besuch kamen – da war doch auch so ein heller Stern unterwegs.“

Auch Joseph wusste es nicht mehr ganz genau – aber mindestens fünfzig Jahre waren wohl vergangen. Nun waren sie beide knapp 70 und sollten, wenn es nach ihren Kindern ging, endlich ins Seniorenwohnen umziehen. Maria merkte ja selbst, dass sie ihren Alltag nicht mehr alleine beziehungsweise zu zweit bewältigen konnten.

Joshua, ihr Zweitgeborener, und Anna, das Nesthäkchen, hatten neulich erst wieder gesagt, dass sie genug mit ihren eigenen Familien zu tun hatten – und Jesus hatte sich vor zwanzig Jahren davon gemacht zu seinem himmlischen Vater, da war auch keine Unterstützung mehr zu erwarten bei ihren simplen irdischen Problemen.

Maria hatte inzwischen Rheuma in den Händen und immer öfter fiel Geschirr zu Boden und zerbrach. Wäsche waschen fiel ihr unendlich schwer und beim Kochen hatte sie sowohl die Kraft verlassen, lange am Herd zu stehen, als auch die Fantasie und Freude beim Würzen und Zusammenstellen der Zutaten.
 
Das Leben war grau geworden, wie die Haare.

Josef mit seiner Arthrose und den drei Bandscheibenvorfällen, die von seiner schweren Arbeit als Zimmermann her rührten, saß meist mit einer Decke und einer Wärmflasche vor dem Haus oder drin am Ofen. Seine hellwachen Augen schauten in die Ferne, beobachteten Schafe, ruhten liebevoll auf Maria oder schlossen sich auch mal für den Mittagsschlaf.
 
Er war zufrieden, sein Leben war erfüllt mit Freude, Licht und Sinn. Wenn da nicht die Sorge wäre, die ab und zu aufblitzte. Wie lange würden er und Maria noch hier wohnen können? Sie hatten sich schon sehr eingeschränkt, sie brauchten nicht viel, aber ganz ohne Hilfe kamen sie nicht mehr lange aus.

Josef unterstützte Maria so gut es ging bei den alltäglichen Arbeiten, aber das Holz für den Ofen konnte keiner von ihnen mehr hacken. Der Winter rückte näher, sie brauchten eine Lösung.

Er seufzte laut und Maria schaute ihn an.
Ja, das wollte ich wohl auch gerade sagen“ antwortete sie.
Was machen wir denn jetzt bloß?

Da hörten sie Musik – ganz leise, zuerst weit entfernt; dann kam sie näher – ganz langsam. Singen war zu hören und Instrumente und jetzt konnte man auch am Horizont einen hellen Schein ausmachen. Dort, wo die Musik herkam.

Joseph erkannte, dass sich eine Art Prozession näherte. Viele Menschen und auch Tiere. Der helle Schein wurde immer stärker, je näher die Prozession kam; er schien sich fast mit dem Leuchten des hellen Sterns zu verbinden.

Maria wusste nicht, was sie davon halten sollte. So hatte es damals auch angefangen – vor fünfzig Jahren.

Was um Himmels Willen würde dieses Mal passieren ….

18. Dezember
Kerzen anzünden – damit uns ein Licht aufgeht

Ich zünde Gedanken-Kerzen an:
🕯 eine Kerze für die Gitarre, vorfreudig aufs Weihnachtsliedersingen mit Kindern
🕯 eine Kerze für die Chefin, leer und müde von Vorweihnachtstrubel
🕯 eine Kerze für den Briefkasten, dankbar für so viel regelmäßiges Futter
🕯 eine Kerze für den Sohn, hoffnungsvoll auf den Urlaub schauend
🕯 eine Kerze für mich, genervt vom Ischias und dennoch auch dankbar und voll Hoffnung

17. Dezember
Radio Zuversicht

Der Verkehr auf der A1 ist dicht.
Klar, die Feiertage rücken näher, alle wollen schnell noch was erledigen, sind auf der Fahrt in den Urlaub oder auf dem Weg zur Familie – ich auch. Das Hörbuch ist langweilig, ich schalte um auf Radio. Schlechter Empfang hier auf dem platten Land zwischen nirgendwo und sonst wo. Genervt suche ich einen anderen Sender und höre gerade noch die Frage des Moderators: „Frau Engel, bitte erklären Sie uns doch mal, was Sie mit dem Begriff Zuversicht meinen.
 
Ja, sehr gerne“ antwortet eine helle, klare Stimme, die Freundlichkeit und Ruhe ausstrahlt. „In dem Wort Zuversicht steckt ja das Wort Sicht und auch das Wort Zu“ – „Stimmt“ wirft der Moderator überrascht ein. „Ich bin noch ganz neu in diesem Aufgabengebiet“ fährt die helle Stimme fort. „daher sind meine Erklärungen oft etwas ungewohnt.

Wir leben auf etwas hin, das wir heute noch nicht sehen können, was noch außerhalb unserer Sicht ist, weil es in der >Zu-kunft< liegt, in der Zeit, die noch nicht da ist, deren >An-kunft< aber bevorsteht. Wir wünschen uns für unsere Zukunft, dass sie gut wird, hell, freundlich, voller Frieden und Freude. Für alle, nicht nur für Einzelne.

Noch haben wir dies nicht erreicht. Frieden ist noch nicht in Sicht und auch Freude ist noch lange nicht bei allen angekommen. Wir bewegen uns aber darauf zu und versuchen, andere mitzunehmen, anzustecken mit dem Wunsch. Und anzustecken mit dem Tun, dem Verbreiten von Freude und Frieden – da, wo wir stehen. Damit immer deutlicher sichtbar wird, wie eine gute Zukunft für alle aussehen könnte. Das ist Zuversicht“ fuhr Frau Engel fort „unser Zutun, um das Gute sichtbar zu machen. Im festen Glauben und Vertrauen, dass es möglich ist. Nicht leicht, aber möglich.“
 
Es war still im Radio.
Dann räusperte sich der Moderator.
So habe ich das noch nie gesehen. Zuversicht ist also nicht abwarten, dass etwas vom Himmel fällt, sondern selbst etwas dazu tun.
Es knisterte im Radio.
Die nächste Störung. Der Sender war weg.
 
Ich fuhr immer noch auf der A1.
Zur Familie.
Aber irgendwie war es da vorne am Horizont etwas heller geworden.
Ja, es ist nicht leicht – aber möglich.

16. Dezember
Mache Dich auf …

Mache Dich auf und werde …
… Blick und Brief,
… Fenster und Tag,
werde Leben und Licht

15. Dezember
Vielleicht kann ein kleiner Stern die ganze Welt bewegen

Vielleicht fällt heute ein Stern vom Himmel.

Ein ganz kleiner, mitten in Opa Oswalds Küche.
Plumpst direkt neben die Kaffeetasse und strahlt fröhlich vor sich hin.
„Moin“ sagt der kleine Stern.
Moin“ antwortet Opa Oswald ganz automatisch.

Dann erschrickt er und schaut vorsichtig hinter seiner Zeitung hervor, in der er gerade die Nachrichten von heute studiert hat. Er nimmt die Lesebrille ab, schaut sich um und sieht – nichts…

Hallo“ fragt er irritiert „ist da jemand?“
Ja – ich – hier – direkt vor deiner Nase“ antwortet der kleine Stern und hüpft aufgeregt auf dem Tisch herum.

Opa Oswald setzt die Brille wieder auf und beugt sich vor.
Ganz nah geht er mit seinem Gesicht an das leuchtende, hüpfende Etwas heran.
Ein Stern!“ entfährt es ihm verwundert „was machst du denn hier?“ „Ich bringe Licht und Freude und gute Laune“ erklärt ihm der Stern.
 
Aha“ antwortet Opa Oswald „das können wir tatsächlich gut gebrauchen. Aber warum kommst du damit ausgerechnet zu mir?“

Na, weil du heute Zeit hast; jedenfalls sagt das der große Himmelskalender. Du hast heute zwei Minuten Zeit fürs Freuen. In der ersten Minute bekommst du ganz viel Licht und Freude von mir – und in der zweiten Minute gibst du das Strahlen und Leuchten gleich weiter an den nächsten Menschen.“

Ja, aber, wie geht das denn“ fragt Opa Oswald ganz nervös dazwischen.

„Du strahlst ihn an wie ein Stern, das ist ganz einfach. Er wird es ganz automatisch auch selbst wieder weitergeben – an den nächsten Menschen. Dieses Strahlen lässt sich nicht verstecken, das kann man einfach nicht für sich behalten
.“

Opa Oswald kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Der kleine Stern erzählt begeistert weiter: „das Tolle ist, In jedem bleibt ein Leuchten zurück. So stecken wir alle an, immer einer mehr, immer mehr strahlende, leuchtende Menschen.

Und dafür brauchen wir nur diese zwei Minuten von dir.
Und – was meinst du – machst du mit?“

14. Dezember
Ein Licht – für Dich

13. Dezember
einfach nur L – ICH – T sein!

Statusbericht:
Die letzten 12 Monate tanzen Revue vor meinem inneren Auge und meiner schreibenden Hand.
Staunend entdecke ich, dass die Zeit sich nicht verflogen hatte sondern prall gefüllt war wie eine Weihnachtsgans – mit Licht.

Das zu spüren
-> macht froh
-> macht dankbar
-> macht GLÜCK – LICH – T 🕯

Und heute?
Einfach nur sein.
L – ICH – T sein!

12. Dezember
grau-goldene Kettengedanken

Manchmal ist es schwer.
Schwer zu ertragen.
Trage ich doch schon viel.
Viel zu viel scheint mir.
Mir ist vieles zu viel.
Zu viel bin ich mir oft selbst.
Selbstmitleid, Selbstzweifel halt.

Halt, stopp, nicht weiter!

Nicht weiter mit dem Bedauern, dem Klagen und Ertrinken im Grau.
Grauen tut nämlich auch der Morgen – in rot, rosa, pink, golden.
Ein goldener Tag beginnt – ganz ohne Schwere.

11. Dezember
was der Weihnachts-Esel um Mitternacht dachte

Wer macht denn hier solchen Lärm?
Gerade war ich weggedöst, schließlich haben wir schon Mitternacht.
Und wer sind die Leute da vorne?
Wer hat eigentlich meine Futterkrippe weggenommen?
Jetzt steht sie ganz hinten in der letzten Ecke des Stalls.

Was liegt da eigentlich drin?
Viel frisches Heu; das rieche ich bis hierher.
Und außerdem zappelt irgendwas da drin herum.
Ist da etwa eins von den frechen Lämmern reingehüpft?
Oder eine kleine Ziege?

Ich würde ja gerne mal nachschauen.
Aber ich bin auch echt müde.
Ich glaube, ich verschiebe das auf morgen.
Da ist auch noch ein Tag

10. Dezember
von Träumen, Dunkelheit, Sehnsucht, Zukunft und dem Morgen

Wovon ich träume?
Von einer Welt ohne Zeit, ohne Druck, ohne „struggle for life“
Von Liebe, Frieden und Freude
Dass Menschen leben dürfen, können und wollen wie Menschen;
Dass Menschen nicht Gott spielen, die sowieso nicht an ihn glauben.

Was dabei noch im Dunkel liegt?
Der Weg dorthin ist noch nicht deutlich erkennbar, denn der Mond hat sich hinter Wolken versteckt und die Straßenlaternen sind durch adventliche Sternenbeleuchtung ersetzt.
Ich weiß auch gar nicht, wohin ich eigentlich gehe.
Auf Weihnachten zu, auf den Jahreswechsel.
Und dann?

Wie meine Sehnsucht riecht ?
Ein feiner Geruch des Unbekannten breitet sich aus.
Frisch, erdig, salzig – nach Meer, Sand, Wind und auch nach Wald; nach Freiheit, freier Zeit, Durchatmen.
Und irgendwie riecht es gerade sogar nach Sonne und Wärme.

Wo die Zukunft wohnt?
Vielleicht da – hinter der nächsten Kurve.
In was für einem Haus wird sie sich wohl eingerichtet haben …
Oder sie zeltet in den Dünen, flexibel und flüchtig.
Jagen wir ihr vielleicht deshalb immer nach? Suchen und ersehnen sie…

Was morgen besser wird als gestern?
Vielleicht erleben wir morgen wieder einmal, dass die Realität doch anders als geplant wird, anders als erwartet. Möglicherweise sogar besser als erwartet.
Zuckersüße, einheitlich rosa Zukunftsträume mit Einhornglitzer
werden zu einer farbenfrohen Mischung; wie ein Regenbogen, der aus Legosteinen gebaut wird.
Blau, gelb, rot, schwarz und weiß. Und jede Mischung daraus.
Wenn wir es zulassen, wenn wir sie mitgestalten, die Zukunft, das Morgen.
Bunt, voll Liebe und Freude.

9. Dezember
Stell Dir vor, Gott versendet Herzenergie per DHL …

Ob Gott seine Gedanken, Worte und Energie wohl tatsächlich DHL anvertraut?
Eher nicht, denke ich, denn die sind ja oft genauso unzuverlässig wie die Bahn.

Obwohl – eigentlich tut er genau das – durch dich, durch mich und durch alle anderen auch. Da gibt es doch diesen Satz, dass wir Menschen „die Hände und der Mund Gottes sind.“

Vielleicht steckt hinter der Menschwerdung Gottes, die wir an Weihnachten feiern, genau das: die Botschaft, dass wir alles, was wir einander Gutes tun, im Namen Gottes tun, als seine Stellvertreter. Dann ist jeder Brief, den wir schreiben, jede WhatsApp, jedes Telefonat, jedes Paket, jeder Besuch eigentlich ein Gruß von Gott.

Wir sind die Boten – mit jeder Faser unseres Herzens, mit unserem Körper und unserer Seele. Die Herzenergie, die wir anderen schenken, wurde uns von Gott zum Weiterverteilen gegeben. In jeden Brief, in jede Mail fließt sie hinein.

Wenn also Gott Herzenergie versendet, dann durch uns und vielleicht auch manchmal mit DHL.

Nachdenklich blicke ich auf die Weihnachtskarten, die ich eigentlich schreiben will. Sie liegen immer noch hier herum – inzwischen mit ziemlich vorwurfsvoller Ausstrahlung.

Morgen – ganz bestimmt!
Morgen werde ich sie schreiben – und die geschenkte Herzenergie, das geschenkte Adventsleuchten und die Weihnachts-/Lebens-Freude weiterverteilen!

8. Dezember
Die Legende von der Erfindung des Cappuccino

Es ist schon lange her, da gab es Kaffee nur schwarz zu trinken. So sollte er die Menschen wach machen und schön. Bitter war er und stark und manchmal, wenn der, der ihn zubereitet hatte, sehr geübt war, trug er auch eine kleine Schaumkrone.  

Ausschließlich Männer durften ihn zubereiten, weil er so kostbar war und es viele Arbeitsschritte brauchte, bis diese duftende dunkle Flüssigkeit entstand. Auch das Trinken dieses Gebräus war den Männern vorbehalten. Wer den bitteren Geschmack nicht mochte, löffelte Zucker hinein. Das war eine beliebte Variante.  
Frauen tranken Milch oder heiße Schokolade, aber niemals Kaffee.

Es entstanden Kaffeehäuser, in denen sich die Männer trafen, um das bittere oder versüßte Getränk zu genießen. Frauen hatten keinen Zutritt. In den Damenkränzchen, die an anderen Orten stattfanden, wurde immer häufiger über das geheimnisvolle Gebräu gesprochen.

Eines Tages brachte eine Frau etwas Kaffeepulver mit, das sie in einem unbeobachteten Moment entwendet hatte. Wo, wollte sie nicht verraten. Sie wusste auch, wie man damit umgehen musste. Neugierig scharten sich die Damen um sie, als sie den Kaffee aufbrühte. Der Duft ließ alle schnüffeln. „Ahhhh“ und „Ohhhhh“ wurde laut.

Als es ums Verteilen der Probeschlückchen ging, waren nicht genug saubere Tassen da. Zwei Frauen hielten deshalb einfach ihre Becher hin, in denen noch etwas warme Milch war, leicht schaumig, vom dauernden nervösen Rühren wegen der spannenden Heimlichkeit.

Viele Frauen fanden den bitteren Geschmack des schwarzen Kaffees einfach nur eklig. Mit Zucker wurde es zwar etwas besser, aber sie wollten doch lieber zu Milch und Schokolade zurückkehren.

Die zwei Frauen mit dem Kaffee, der durch Zufall eine kleine Milchhaube trug, entdeckten aber eine ganz neue Geschmackswelt. Cremig, mit Schmelz, der heißen Schokolade ähnlich, nur eben mit Pepp.

Davon erzählten sie den anderen Frauen ganz begeistert.
Und wer weiß, vielleicht wurde genau in diesem Moment der Cappuccino erfunden.

7. Dezember
Wie es uns heute geht – eine Schreibtischbefragung

Der Bildschirm sieht schwarz
Die Tesafilm-Rolle fühlt sich benutzt
Die Brille hat den Durchblick verloren
Das Tagebuch 2025 leidet unter Blähungen
Die losen Zettel möchten eine Wirtschaft eröffnen
Die Rechnungen fühlen sich ignoriert und ungeliebt
Die gute Laune möchte heute lieber unentdeckt bleiben
Der Schmerz ist ungeduldig und drängelt sich in den Vordergrund
Nur das Heizkissen ist gut drauf und spürt endlich warme Anerkennung

6. Dezember
Nikolaus inkognito – ein Tag als Flugbegleiter

Dieser dritte Knopf an der Uniformjacke geht einfach nicht zu. Die Lebkuchen der letzten drei Wochen waren eben zu verführerisch.
Ob er einfach alle Knöpfe offen lassen sollte, das würde bestimmt keiner merken; schließlich strahlte das Hemd darunter schneeweiß.

Damit kannte er sich definitiv aus, mit Schnee. Normalerweise würde er jetzt in dicken Stiefeln, warmem Mantel und Mütze durch den Schnee reiten. Oder fahren, in den heutigen Zeiten.

Welcher Engel war es nochmal gewesen, der ihn zu diesem Experiment überredet hatte? Ein Tag „Nikolaus inkognito“ im Lieblingsberuf eines Kindes.
Und dann wurde ausgerechnet der Flugbegleiter aus dem Lostopf gezogen. Genau genommen stand dort ja sogar „Stewardess„.
Der Zettel musste schon lange im Wunschberufe-Lostopf gelegen haben, denn so nannte man das seit Ewigkeiten nicht mehr.

Tja, und nun war er also Flugbegleiter für einen ganzen Tag.
Er hatte den roten Mantel gegen einen dunkelgrauen Anzug und das schneeweiße Hemd getauscht. Nur die Krawatte war noch rot, immerhin.

Er überlegte, was denn wohl seine Hauptaufgabe sein würde.
Getränke verteilen?
Oder Zeitungen?
Oder Sicherheitshinweise mit Tanzbewegungen?
Und bestimmt hundertmal Anschnallgurte prüfen.

Wenn er Pech hatte, musste er die Position am Ein- und Ausstieg übernehmen und lächeln; jede Person anlächeln, die an ihm vorbeiging.
Brrrrrrr … er schüttelte sich.
Das würde er nicht schaffen. Er war an einen rauen Umgangston gewöhnt. So verstanden ihn die Pferde am besten und auch die Rentiere, die vor ein paar Jahren ins Team gekommen waren und sich noch nicht wirklich gut integriert hatten.

Im Grunde seines Herzens war er ja freundlich und gütig, setzte sich dafür ein, dass Kinder und Erwachsene etwas mehr Freude im Leben hatten.
Nichts anderes würde er heute tun.
Er straffte sich.
Ein letzter Blick in den Spiegel.
Da erstarrte er.

Was hatte da in der Dienstvorschrift für Flugbegleiter gestanden?
Mit Kurzhaarfrisur und glatt rasiert zum Dienst erscheinen„.
Aber ……
Aber …….
Sein Bart, sein wunderbarer, langer, weißer Bart!
Sie konnten unmöglich verlangen …….
oder doch?

Seine Augen wurden feucht …

5. Dezember
Patchworktext um 6 Uhr morgens

Ich bin ungeduldig
Tee schmeckt wie Gold
Schreibtisch voller Staub
Unerledigte Post schreit mich an
Rückenschmerzen voller Hoffnung
Linoleum ist löchrig wie der Advent
Es ist schon spät

4. Dezember
Monolog eines Sterns

Noch 20 Tage.
20 Tage wird dieser Wahnsinn noch anhalten.
Diese plötzliche Freundlichkeit, Dankbarkeit und dieses Lächeln.
Dieses ganz spezielle, bemühte Lächeln.

Ich höre schon gar nicht mehr zu, habe meine Ohren auf Durchzug gestellt. Ich möchte sie auch gar nicht mehr verstehen, diese „Kalendermenschen“.

Mein Auftrag ist es, Frieden zu bringen und Freude – und nie ist dieser Auftrag so schwer zu erfüllen, wie in den nächsten 20 Tagen.
Von Tag zu Tag wird er anstrengender und schwieriger.

Wenn dann am 24. Dezember die Kalendermenschen zutiefst leer und erschöpft an den prall gefüllten Esstisch oder in die prall gefüllte Kirchenbank sinken, dann kann ich endlich wieder durchatmen.

Die Kalendermenschen machen auch dann noch weiter mit ihrer Schnappatmung. Schließlich müssen ja die Geschenke umgetauscht, Gutscheine eingelöst und Böller fürs nächste Event gekauft werden.

Aber dafür bin ich dann nicht mehr zuständig.
Ich bin ja nur ein Weihnachtsengel.
Der Neujahrsengel wird übernehmen.

Ob ich mit ihm tauschen möchte?
Oh nein – bloß nicht!
Dann müsste ich mich ja mit den ganzen leeren Wünschen und Vorsätzen der Kalendermenschen beschäftigen.
Nein danke!

Übrigens – wer hat eigentlich diesen Kalender erfunden?
Ich halte das ja für echtes Teufelszeug!

3. Dezember
wie duftet ein Stern?

Er duftet nach Ewigkeit, nach Unendlichkeit, nach Weisheit, nach Gelassenheit.
Ein neugeborener Stern duftet nach Abenteuer. Er strotzt vor Energie, duftet frisch und neu und strahlt ganz hell.
Zart könnte man sagen und kraftvoll zugleich ist die Kopfnote seines Dufts.

Dann findet er seinen Platz, gewinnt eine Schar von Planeten als Freunde, die ihn umkreisen, wie das bei einem Stern und seinen Planeten so üblich ist.

Inzwischen duftet er ein wenig mehr nach Erfahrung und der Geruch des Anfangsaufbruchs tritt in den Hintergrund. Routinearomen kommen hinzu, sie sind ein bisschen schwerer, diese Herznoten und dauerhafter. Wie Gewürze, die schon einen großen Entwicklungsweg hatten.

Jetzt weiß der Stern um seine Endlichkeit, um die Bedeutung, die er mit seinem strahlenden Licht für andere hat und um seine Verantwortung für diese Aufgabe. Die Duftmarke des Sterns ist so individuell wie er selbst.

Wie lange seine Lebensdauer auch ist, wie ewig sie anderen erscheint, irgendwann ist der Zenith erreicht. Während der Duft von der Herz- in die Basisnote übergeht, verändert sich auch das Licht, die Ausstrahlung.

Der Duft wird intensiver, ehrlicher, man kann ihn nicht mehr ignorieren. Und das Licht strahlt heller, während der Stern seinem fulminanten Ende zustrebt, eine Supernova zu werden und in einem Feuerball seinen Duft, den unverkennbaren, ins Universum zu verströmen.

Sternenduft.

2. Dezember
das Angebot im Gasthaus des Advents

Auf der Karte steht Mandelduft, leicht gebrannt, süßlich, nussig, nährend, wohltuend.
Und Orangenduft mit Mandarinenergänzung. Vitalisierend, spritzige Muntermacher, an die Sonne erinnernd, die sie eingesammelt und gespeichert haben.

Auch Honig lässt sich riechen und seine Verwandte, das Wachs, Bienenwachs genauer gesagt. Während es der Kerzenflamme Nahrung liefert, erinnert es an die anderen Zeiten, die, in denen es als Schutz gedient hat für die neue Brut, das neue Leben im Bienenstock. Schutz, Halt, Aufenthalts-Ort für den Honig und die Bienen.

Zimtduft und Vanille stehen auf der Karte und verstärken die Abenteurer-Gedanken durch ihr Erzählen von fremden Ländern.
Von Sri Lanka erzählt der Zimt und die Vanille revanchiert sich mit Geschichten aus Mexiko.
Ganz im Hintergrund hüpfen Sternanis und Tonkabohne auf und nieder, damit sie keine einzige Silbe verpassen.

Das Adventsgasthaus hat dieses Jahr Duftspezialitäten auf der Karte. Internationales von allen Kontinenten, komponiert zu einem Hygge-Konzert.

1. Dezember
worauf ich warte …

-> auf morgen und auf den Morgen
-> dass ich umarmt werde
-> auf Antworten (von A., P., N., G., M., vom Finanzamt, …)
-> aufs Wecker-Klingeln
-> Auf meine Energie und Lust zum Malen, Gitarre-Spielen, Spazierengehen
-> auf das Internet, auf den Aufbau der Seite
-> aufs Abnehmen, Gesundwerden, heil werden, auf Schmerzfreiheit
-> auf den Schlaf und aufs Aufwachen
-> auf den Schnee, den Zug, den Künstler auf der Bühne
-> auf den Kaffee und das Teewasser
-> auf das Piepsen von Mikrowelle, Waschmaschine und Backofen
-> auf das Lächeln im Gesicht gegenüber
-> auf den Klang der Gläser beim Anstoßen
-> auf das laute gemeinsame Lachen

2 Gedanken zu „Sternminuten im Advent 2025“

  1. Liebe Lydia,

    Danke für deine Sterminutengedanken. Schön, dass du dir die Zeit genommen hast, sie aufzuschreiben. So kann ich mich jetzt daran erfreuen.

    Wenn du magst umarm ich dich – dann hat das Warten ein Ende;-)

    Alles Liebe, Korina

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